Der Frühling rief am vergangenen Samstag eine 10-köpfige Gruppe des Eifelvereins Eschweiler unter der Leitung von Frau Gunild Starosta, Quer- und Blockflötenlehrerin an der Musikschule Eschweiler, dazu auf, den Heilpraktiker Ulrich Gühsgen auf eine Kräuterwanderung zu begleiten.

Auf der Wanderung konnten etwa 40 verschiedene Kräuter entdeckt werden. Der kleine Rundweg führte durch die sonnigen Felder in Nothberg, entlang blühender Kräuter und durch den Wald. Obwohl viele Kräuter namentlich bereits bekannt waren, löste es doch große Faszination aus, als Herr Gühsgen darüber aufklärte, welche Kräuter essbar, gesund und sogar lecker seien. So zum Beispiel Giersch, das als Unkraut bekannt ist. Giersch sei lecker im Salat, ließe sich außerdem wie Spinat zubereiten und versorge den Körper mit viel Vitamin C. Zudem helfe es dem Körper, sich zu entgiften.

Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Oregano und Bärlauch finden in der Küche der Teilnehmenden bereits Verwendung, wohingegen Gartenkräuter, wie Brennnessel, Löwenzahn oder Gänseblümchen eher nicht.

Zwischen Mai und Oktober könne man locker von den Kräutern der Natur leben, so Herr Gühsgen. Er lud die Teilnehmer während der Wanderung ein, die vielen verschiedenen Kräuter, direkt zu probieren, wobei sie zunächst sehr vorsichtig waren, das „vermeintliche“ Unkraut zu kosten.

Kräuter wie Wald-Ziest wurden eher skeptisch betrachtet und nicht probiert, Süßwurz dagegen mit Begeisterung. Süßwurz erinnert an Anis und Lakritz.

Kraeuterwanderung

Auch auf giftige Kräuter, wie Schöllkraut, wurde hingewiesen. Die gelbliche Flüssigkeit, die aus dem Stängel fließt, habe dafür eine heilende Wirkung gegen Warzen.

Auch das Vorurteil, Kräuter, die blühen, seien giftig, stimme so nicht. Zwar gebe es durchaus giftige Kräuter, die blühen, jedoch sei auch die Blüte des Schnittlauchs und des Bärlauchs, essbar.

Die Kräuterwanderungen sind immer wieder einzigartig und nie gleich, da die Natur und so auch die Kräuter sich ständig verändern und immer neue Kräuter hinzukommen.

Im Anschluss lud Herr Gühsgen zu einer kleinen Verkostung im Garten ein. Er bot selbst herge

stelltes Brennnesselpesto, Löwenzahnkapern, eingelegte Bärlauchblüten und Kräuterbutter an.

Außerdem wurden selbstgemachte Marmeladen aus Löwenzahn, Holunder, Brombeere, Hagebutte und Waldmeister und sogar Löwenzahn-“Honig“ angeboten.

Frau Gunild Starosta backte extra für diese Veranstaltung ein Vollkornbrot aus selbst gemahlenem Vollkornmehl ganz nach Dr. Max Otto Bruker.

Sehr erfrischend war die von Herrn Gühsgen selbst hergestellte Limonadenschorle aus in Apfelsaft eingelegten Waldmeister und Giersch, Gundermann und Minze.

Weitere spannende Veranstaltungen des Eifelvereins Eschweiler finden Sie auf der Internetseite http://www.eifelverein-eschweiler.de/

Wenn sie auch einmal an einer Kräuterwanderung interessiert sind finden sie jeweils aktuelle Informationen unter http://www.guehsgen.de/ oder auf der Facebook-Seite Naturheilpraxis Ulrich Gühsgen

Text: Sarah Starosta
Foto: Gunild Starosta